Als Googles Thermostat NEST gehackt wurde

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Immerhin 3,2 Milliarden Dollar war Google die Firma Nest wert, Anfang des Jahres wurde der Hersteller von Raumthermosthaten und Rauchmeldern gekauft. Spätestens seit diesem Zeitpunkt gilt der Markt der smarten Temperaturmesser als zukunftsorientiert, das schicke, runde Nest-Thermosthat ist ohnehin ein Hingucker.

Dass Smart-Home-Geräte auch sicher vor Hackerangriffen sein sollten, ist klar. Dass hier Anspruch der Hersteller und Wirklichkeit allerdings noch weit auseinanderklaffen, zeigt nun ein simulierter Hack. Auf der Sicherheitskonferenz Black Hat in den USA hat ein Team von Spezialisten das Thermosthat vor einer Menge interessierter Zuschauer bewusst attackiert – und festgestellt: Hat ein Hacker physischen Zugriff auf das Gerät, dürfte es ihm leicht fallen, Schadcode auf das Gerät zu laden.

Prinzipiell wäre es für Kriminelle denkbar, eine ganze Reihe solcher Thermostate zu kaufen, anschließend zu infizieren und dann zum Beispiel per eBay zu versteigern. Kauft ein Privathaushalt dann ein solches Gerät, könnte dieses vom Hacker auch ferngesteuert werden, mit allen negativen Folgeerscheinungen wie etwa Datenklau und Manipulation der Einstellungen. Auch das komplette Ausschalten des Geräts aus der Ferne wäre so unter Umständen wohl möglich.

Eine Anfrage von “venturebeat” an Google blieb unbeantwortet. In Statements gegenüber anderen Publikationen habe das Unternehmen allerdings eingeräumt, dass bei einer sehr geringe Menge von Geräten tatsächlich Funktionsprobleme aufgetreten seien.

Die Möglichkeit, das Gerät aus der Ferne zu steuern, werde derzeit noch genau geprüft, sagte Yier Jin, Forscher an der University of Central Florida.

venturebeat.com

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