Bluetooth Smart Beacons: Chancen und Anwendung

Die kleine polnische Firma Kontakt.io wollte ursprünglich Blinden helfen, sich innerhalb des Hauses zurechtzufinden. Schnell fand man heraus, dass kleine Sender, die sogenannten Bluetooth Smart Beacons, gemeinsam mit einer Empfangseinrichtung wie einer Smartphone-App sehr hilfreich sein können, wenn es darum geht, den genauen Aufenthaltsort einer Person zu bestimmen.

Das kreative Potenzial von Kontakt.io, das mittlerweile eine ganze Reihe von Beacon-Technik-basierten Anwendungen vorgestellt hat,  hat die Investoren von Sunstone Capital offensichtlich überzeugt. Zwei Millionen US-Dollar sollen nun dabei helfen, die als sehr zukunftsträchtig eingeschätzte Technologie für weitere konkrete Produktideen zu nutzen.

Viele Anwendungsfelder für Bluetooth Smart Beacons denkbar

Tatsächlich ist die Sender-Empfänger-Technik für viele Anwendungsfelder spannend: Man stelle sich ein Kleidergeschäft vor, in dem viele Hunderte Beacons neben verschiedensten Kleidungsstücken liegen. Hat der Kunde eine passende App installiert, die die Signale der Minisender verarbeitet, kann beispielsweise gezielte Produktwerbung auf einem Smartphone-Display angezeigt werden – sobald sich die Person einem bestimmten Beacon nähert.

Auch zuhause im Smart Home dürften sich die kleinen Sender alsbald durchsetzen: Wird etwa erkannt, dass sich ein Familienmitglied der Couch nähert, könnte die Wohnzimmer-Beleuchtung auf Kinoatmosphäre gestellt werden, gleichzeitig startet der Fernseher und die Beleuchtung in angrenzenden Räumen erlischt.

Die Beacon-Technik ist derzeit für Entfernungen von bis zu 30 Metern konzipiert. Sie basiert auf der Bluetooth-Low-Energy-Technologie, die sehr stromsparend ist und schon deshalb gute Chancen haben dürfte, sich auf breiter Basis durchzusetzen.

Chancen für den Einzelhandel

Auf seiner Website nennt Kontakt.io weitere mögliche Anwendungsfelder für die Technik: So könne der aktuelle Produktkatalog auf die Smartphones der Kunden geschickt werden, sobald diese den Laden betreten. Auch gezielte Angebote für spezielle Kunden lassen sich problemlos umsetzen, ebenso Belohnungssysteme installieren. Für Museen, die Rundgänge attraktiver gestalten wollten, dürfte die Technik ebenfalls interessant sein.

Weitere Anwendungsbeispiele für Bluetooth Smart Beacons zeigt Kontakt.io auf seiner Website. Die Möglichkeiten, die sich böten, seien endlos, wird Max Niederhofer von Sunstone Capital zitiert. Das sei zwar Klischee, aber eben auch wahr. Er zumindest wird künftig mit den Chefs von Kontakt.io an einem Tisch sitzen und dafür sorgen, dass die investierten Millionen auch sinnvoll, also im Interesse seiner Firma, genutzt werden.

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