Smart Home Überblick: Der Smart Home Herd

smart home herd

Wenn Deine Haushaltsgeräte mehr miteinander kommunizieren als Du mit deiner Familie, dann bist du angekommen im vernetzten Zuhause. Smart Home ist einer der ganz großen Trends der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Was dort präsentiert wird, ist größtenteils schon marktreif und Realität. Manchmal kaum zu glauben. Hier stelle ich dir den Smart Home Herd vor, der von Bauknecht produziert wird.

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Durchdigitalisiert

Der Umfang der Vernetzungsmöglichkeiten ist unfassbar groß. Ein fiktiver Tagesablauf: Um 7:15 Uhr klingelt der Wecker auf dem Smartphone. Automatisch geht der Wasserkocher an, der das Wasser auf einer bestimmten Temperatur hält. Wenn Du aufstehst, geht wie von Geisterhand das Licht an, Zimmer für Zimmer. Wenn du ein Zimmer verlässt, geht es auch wieder aus. Mit einem Knopfdruck geht sowohl das Wasser in der Dusche an als auch zuvor eingestellte Musik und passendes Licht.

Pflegen musst du dich zwar noch selbst, aber deine Zahnbürste beispielsweise sendet die getrackten Daten automatisch an das Smartphone. Wenn du das Haus für den Gang zur Arbeit verlassen, kannst du mit einem Schalter alle elektronischen Geräte ausstellen: Fernseher, Radio, Herd und Backofen, Lichter und den ganzen Rest. In der Smartphone-App kannst du all das nochmal kontrollieren. Alles aus? Alles aus.

Zurück von der Arbeit, öffnest du ihre Tür natürlich nicht mit einem Schlüssel, sondern mit deinem Smartphone. Das Licht geht an, die Kaffeemaschine wärmt sich auf und die Temperatur des Raums ist natürlich schon an Ihre Bedürfnisse angepasst. Heute Abend steht noch eine Party an. Mit der interaktiven Kochfläche von Bauknecht – das Produkt wurde auf der IFA vorgestellt, ist aber leider noch nicht auf dem Markt erhältlich – hast du einen idealen Begleiter an Ihrer Seite.

Stell dir sich die Kochfläche wie einen großen, umgekippten Touchscreen-Fernseher vor. Die “Herd-Platte” – eine Platte im physischen Sinne ist es natürlich nicht mehr – bewegt sich mit dem Topf hin und her. Statt am Knopf zu drehen wird neben dem Topf kurz im Halbkreis gewischt, um die Hitze zu regeln.

Verrückt, aber wahr: Der Smart Home Herd

Nur, was kochst du überhaupt? Das verrät dir das integrierte Rezeptbuch im Smart Home Herd, welches ebenfalls auf dem Touchscreen-Display angezeigt wird. Und weil der Herd mit dem Kühlschrank verbunden ist, weißt du natürlich, welche Zutaten schon vorhanden sind. Der Rest wird als Einkaufsliste an das Smartphone geschickt.

Gleichzeitig kannst du über den Herd Telefonate führen, twittern oder Bilder auf Pinterest suchen. Während die Suppe köchelt, wird schnell die Facebook-Timeline gecheckt. Die Wäsche in der Waschmachine dauert noch? Scheint so. Sie ist selbstverständlich ebenfalls mit dem Herd verbunden. Die Party kann kommen.

Klingt verrückt? Ist es auch! Aber es ist teilweise schon Realität, teilweise kurz davor. Wir sind inzwischen in der Lage, unser komplettes Zuhause zu vernetzen – in unserem Sinne. Bereit für die breite Masse? Prinzipiell schon. Aber wie so oft wie innovative Technik zunächst etwas für Early Adopter bleiben. Diese greifen zu, freuen sich und kritisieren, und irgendwann schlägt dann auch der Normalo zu und ärgert sich, dass sein Herd nicht schon früher zur Schaltzentrale für die eigene Wohnung geworden ist.

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