Home Staging steigert nicht nur den Hauspreis

Das Haus wird bereits seit Wochen im Internet angeboten – aber bislang meldet sich kein Interessent. Und wenn sich wer meldet, dann meldet sich dieser nach der Besichtigung nicht mehr. Wenn diese Faktoren eintreffen, handelt es sich um ein schwer verkäufliches Haus. Doch oftmals sind es Kleinigkeiten, weshalb Häuser schwer oder gar nicht verkauft werden. Überall Spielzeug, Familienbilder oder auch eine überfüllte Garderobe wie ein offener unordentlicher Schuhkasten kann verantwortlich sein. Hier hilft nur noch Home Staging.

Der neue Beruf – Home Staging

So gibt es bereits einen eigenen Deutschen Berufsverband für Home Staging, welcher seine Dienste anbietet und darauf achtet, dass die Häuser endlich verkauft werden. Denn wer ein Haus verkaufen will, sollte sich in die Situation des Käufers versetzen. Und dieser entscheidet oft nach Bauchgefühl. Erscheinen die Bilder, welche das Haus bewerben sollen, wenig positiv, wird auch kein Kontakt aufgenommen. Mit Home Staging wird das alte, bewohnte Haus in ein neues Reich verwandelt und sorgt für positive Gefühle beim Interessenten. Denn bei Privatverkäufen sind Zahlen, Daten wie Fakten nur Nebensache. Der Käufer bzw. Interessent muss Gefallen am Objekt finden und muss sich vorstellen können, dass er in dem Objekt auch wohnen kann. Gerne wird auch von Bauchentscheidungen gesprochen, wobei es natürlich auch auf den Makler ankommt. Weil der Immobilienmakler ist auch für das Home Staging verantwortlich bzw. bringt den Verkäufer erst auf diese Idee.

 

Viele Fehler sind vermeidbar

Fakt ist – viele Verkäufer begehen den Fehler, dass sie ihre Wohnung oder ihr Haus anbieten und vergessen, dass es ein Produkt ist. Das Objekt wird “verwohnt” angeboten – es stört den Verkäufer nicht, dass die Garderobe überfüllt ist, dass der Küchentisch nicht aufgeräumt ist oder dass überall Spielzeug im vermeintlich neuen Büro liegt. Doch der Interessent sieht ein Zuhause, welches er nicht mehr attraktiv und interessant findet. Denn wenn sich der Interessent rund 15 bis 30 Immobilien im Internet ansieht, vergleicht er. Und hier wird der Vergleich mit Sicherheit nicht auf das offensichtlich bewohnte Objekt fallen.

Das Musterhaus

Bei dem Home Staging hingegen wird darauf geachtet, dass das Objekt in einem einwandfreien Zustand präsentiert wird. Dazu gehört in erster Linie, dass nicht nur aufgeräumt wird, sondern dass auch geputzt und gereinigt wird. Denn nur wenn das Objekt einwandfrei vorhanden ist und glänzt, wird es auch mehr Interessenten vorfinden. Wichtig ist, dass das Objekt endgültig entpersonalisiert wird. Auch wenn es schwer für den Bewohner der Wohnung oder des Hauses ist, so muss er sich damit abfinden und sich bewusst werden, dass er etwas verkaufen möchte. So wird die langjährige Wohnung oder das Haus zum Produkt, welches angeboten werden muss.

Zwischen 600 Euro und 800 Euro

Es ist auch möglich, dass Leihmöbel verwendet werden, welche vor allem die Raumgröße betonen. Home Staging bedeutet, dass ein Musterhaus oder eine Musterwohnung geschaffen wird, welche sehr wohl alle Vorteile aufzeigt. Ein Dienst, der neben der Maklergebühr noch extra zu bezahlen ist. Grundsätzlich kostet Home Staging rund 2 Prozent des Verkaufspreises; bei Tages-Staging hingegen liegt der Aufwand zwischen 600 Euro und 800 Euro. Somit beweist Home Staging, dass es war nicht günstig ist, jedoch gibt der Erfolg Recht. Denn es wurden bereits dutzende Immobilien verkauft, welche als schwer verkäuflich eingeordnet wurden und nach dem Home Staging binnen weniger Wochen verkauft wurden. Spätestens, wenn kein Interessant sich meldet, ist es ratsam, wenn die Wohnung oder das Haus als Produkt vermarktet wird und mit Home Staging die Profis vorbeikommen.

Roman Alexander

Hi, ich bin Roman und blogge bei Smart-Home-System.org über meine Smart Home Projekte... außerdem bin ich Autor zweier Bücher über den Amazon Echo und Google Home, die du bei Amazon finden kannst: https://www.amazon.de/Roman-Alexander/e/B074Z27692/

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