Welche Plattform für das Smart Home?

Welche Plattform für das Smart Home? Hier vergleich ich Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit, für alle, die sich noch entscheiden wollen.

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Welche Plattform für das Smart Home?

Wenn wir über die Entscheidung für eine Smart Home Plattform sprechen, ist es wichtig zu betonen, dass die Entscheidung nicht ausschließlich ist. Viele Geräte funktionieren sowohl mit Amazon Alexa als auch Google Assistant; die Geräte, die Apple HomeKit unterstützen, unterstützen oft auch die beiden erstgenannten Plattformen, allerdings nicht immer andersrum. Das liegt daran, dass Apple hohe Ansprüche an die Smart Home Geräte hat und die Hersteller auffordert, einen bestimmten Chip einzubauen, damit sie HomeKit unterstützen können.

Hier werden wir einen Blick auf drei der wichtigsten Optionen werfen: Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit. Jede dieser Plattformen steuert eine Reihe von intelligenten Geräten für dich und bringt verschiedene Geräte verschiedener Hersteller zu einem zusammenhängenden, großen Ganzen.

Entscheidend ist, dass sie auch mit Geräten funktionieren, die du schon hast – wie z.B. ein Amazon Echo, Android-Handy oder iPad. Andere Optionen, wie die SmartThings-Plattform von Samsung, funktionieren auch, erfordern aber auch den Kauf eines separaten Hubs und erfordern immer noch eine der oben genannten Optionen für dich Sprachschnittstelle.

Amazon Alexa: der umfassendste Anbieter

Nicht nur hat Amazon das Segment begründet, sondern Amazon hat auch das größte Angebot an Geräten für Alexa mit ganz unterschiedlichen Konstruktionen und dabei sehr viele Smart Home-Geräte im Einsatz. Amazon stellt für Alexa-kompatible Geräte die Auszeichnung „Works with Alexa“ aus.

Sobald du mindestens ein Amazon Echo-Gerät in Betrieb hast, kannst du es über die App mit einer ganzen Reihe anderer Geräte verbinden. Der Amazon Echo Plus ist in dieser Hinsicht etwas besser, da er mit einer eingebauten Zigbee-Schnittstelle ausgestattet ist, so dass jedes Zigbee-kompatible Geräte direkt daran angeschlossen werden kann – somit kannst du dir einen separate Zigbee-Hub sparen. Zigbee ist „der“ Smart Home-Standard.

Welche Plattform für das Smart Home echo show 5
Der neue Amazon Echo Show 5

Eine aktuelle Liste der „works with Alexa“-Geräte findest du hier. Darunter sind große Namen wie Philips Hue, Wemo, Ecobee, TP-Link und auch Ring, aber auch viele chinesische Nischenhersteller – es gibt sogar Mikrowellen, Drucker und andere Geräte neben den üblichen Kameras, Steckdosen, Schaltern und Lampen.

Amazon Alexa: Verfügbare Geräte

Wegen der Vielzahl der kompatiblen Geräte ist Alexa eine naheliegende Wahl für eine Smart Home Plattform. Alexa funktioniert sogar mit Nest Geräten von Google.

Auch bei Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität punktet Amazon Alexa sehr gut, da man sehr viele Funktionen über die Anwendungen von Drittanbietern als auch über die Alexa-App für Android oder iOS oder über einen Sprachbefehl ausführen kann.

Alexa ermöglicht zudem die Verwendung von Routinen mit Sensoren, z.B. wenn Bewegung im Wohnzimmer erkannt wird, anderen Geräteeingängen, Zeit- und Befehlsauslösern und bietet einige vorgefertige Routinen. Ortsbezogene Routinen werden seit Ende 2019 in den USA angeboten. Zudem kann man selbstentwickelte Routinen über IFTTT einbinden.

Google Assistant: nützliche Zusatzfunktionen

Google Assistant ist Amazon Alexa in Bezug auf das Smart Home sehr ähnlich: Es ist keine vollwertige Smart Home Plattform an sich, wie z.B. KNX, aber es ist ein Werkzeug, um unterschiedliche Smart Home Geräte miteinander zu verbinden. Wie bei Alexa können alle diese Geräte dann mit der Stimme oder über eine App gesteuert werden, in diesem Fall Google Home für Android oder iOS.

im google home handbuch vergleiche ich auch home mit Alexa

Du brauchst ein Telefon mit Google Home und Google Assistant oder einen Google Home Lautsprecher, um mit Google Assistent in Betrieb zu gehen. Für Smart Home brauchst du dann noch Geräte, die mit Google Assistant funktionieren. Google stellt eine Liste zur Verfügung.

Google Home im Einsatz

Wie bei Alexa werden die Verbindungen über eine App auf dem Telefon abgewickelt und können mit wenigen Handgriffen eingerichtet werden. Google Home zeigt dir in der App verbundene Geräte, verbundene Musik-Streaming-Dienst, und du kannst sowohl über die App als auch per Sprachbefehl an ein Google Home Gerät im Smart Home bei verbundenen Geräten die Lichter ausschalten, Farben ändern, oder die Kamera zeigen. Bei Android-Telephonen geht das sogar ohne Google Home-Gerät.

Google bietet ähnliche Konzepte, wie Gerätegruppen, Räume und Routinen. Allerdings sind die Google Home Routinen in den Untermenüs eher versteckt.

Apple HomeKit als Plattform: der Apple unter den Smart Homes

Ich glaube, dass Apple-Produkte mittlerweile einen bestimmten Ruf haben. Sie funktionieren generell sehr gut, wenn man sich geschlossen innerhalb des Apple-Ökosystems bewegt, sind meist hochwertig verarbeitet und auch mit die teuersten am Markt. Entsprechend sind Geräte mit dem “Works with Apple HomeKit” Zertifikat eher teurer.

Apple HomeKit funktioniert beim Smart Home etwas anders als Alexa und Google Assistant, obwohl es Siri unterstützt und somit die intelligente Sprachsteuerung auch vorhanden ist. Es gibt Apps für Mac und IOS (Bilder anbei). Über den Apple HomePod kann man auch Sprachbefehle erteilen, aber HomeKit zielt darauf ab, eine grundlegende Grundlage für das Smart Home zu sein. Es hat daher mehr Möglichkeiten in Bezug auf Automatisierung und Steuerung als mit Alexa und Google Assistant, aber dazu braucht man einen dedizierten HomeKit-Hub – entweder ein iPad, einen HomePod oder einen Apple TV. Ohne diesen Hub fehlen wichtige Funktionen, die aber für Lampen oder Musik auch nicht notwendig sind.

Apple HomeKit: mehr Möglichkeiten fürs Haus

Wie bei Alexa und Google Assistant gibt es viele Geräte, die mit HomeKit funktionieren – die Liste von Apple ist aber kürzer, weil sie weniger verschiedene Anbieter enthält, dafür gibt es aber mehr Funktionen (Garagentore, Gefrierschränke…). Das Einbinden eines neuen HomeKit-Geräts läuft über einen Code, den man beim Einrichten scannt, sodass der Prozess nicht über WLAN läuft. HomeKit funktioniert auch über Bluetooth als auch über WLAN, ist somit eine Lösung, die man auch offline betreiben kann.

Vorteilhaft sind an HomeKit die Automatisierungsmöglichkeiten, die auch ortsbezogen funktionieren. Dazu bietet HomeKit Routinen als „Automatisierungen“ und zeigt sie in der App in einem Reiter an. Automatisierungen können orts-, zeit- oder geräteabhängig (Smart Home) ausgelöst werden, auch durch Auslöser wie Sensoren, aber sogar durch Geofencing vom eigenen iOS-Gerät oder carOS.

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